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Aktivkohlefilter für den Wasserhahn – wie effektiv ist er?

Vom Wasserenthärter über Aktivkohlefilter für den Wasserhahn bis über Osmoseanlagen – inzwischen stehen den Verbrauchern zahlreiche verschiedene Filtermethoden zur Verfügung, um die Qualität des Trinkwassers zu verbessern. Dabei sind gerade Aktivkohlefilter wahre Multitalente für den Haushalt. Zudem sind sie einfach direkt am Wasserhahn montierbar, ohne großen technischen Aufwand. Alles weitere Wissenswerte über Aktivkohlefilter im Wasserhahn liest Du in diesem Artikel.

 

Wie funktioniert ein Aktivkohlefilter im Wasserhahn?

In der Regel ist der Aktivkohlefilter im Wasserhahn dazu da, unwillkommene Schadstoffe aus dem Wasser zu filtern. Da die Filter aus Kokosnussschalen, Torf oder Hartholz gewonnen werden, besitzen sie eine poröse Struktur. Dank dieser bleiben daran die unterschiedlichsten organischen Verbindungen und Stoffe haften. Anders als auf einigen Seiten geschrieben, sind diese Filter aber nicht in der Lage, Kalk aus dem Wasser zu entfernen. Denn alle gelösten Stoffe, zu denen auch Kalk gehört, passieren den Filter. Auch kann damit der pH-Wert des Wassers nicht verändert werden. Grundsätzlich gilt:

  • Gesunde Mineralien wie Magnesium, Kalium, Natrium und Kalzium werden nicht gefiltert.
  • Gelöste Feststoffe wie Salze werden ebenfalls nicht gefiltert.

 

Aktivkohlefilter für den Wasserhahn

 

Ist ein Aktivkohlefilter in Deutschland am Wasserhahn notwendig?

Bedingt durch die Deutsche Trinkwasserverordnung ist in Deutschland die zulässige Schadstoffbelastung des Trinkwassers stark reglementiert. Trinkwasser ist das in Deutschland am strengsten überwachte Lebensmittel. Schon bei den kleinsten Überschreitungen gibt es Abkochanordnungen oder das Wasser wird gechlort. Doch trotz dieser Verordnung sind Kleinstmengen erlaubt. Wer aber nun ein völlig reines Wasser haben will, ohne dafür eine Osmoseanlage verbauen zu müssen, der kann sich mit Aktivkohlefilter im Wasserhahn aushelfen. Denn die Filter holem nachweislich die unterschiedlichsten Stoffe aus dem Wasser.

 

Welche Stoffe werden aus dem Wasser herausgefiltert?

Wie bereits erwähnt, reinigt der Aktivkohlefilter im Wasserhahn Dein Wasser von unliebsamen Schadstoffen und das bis zu 99,9 Prozent. Zu den filterbaren Stoffen gehören:

Welche Stoffe genau Aktivkohle aus dem Wasser herausfiltert, bedingen unterschiedliche Faktoren. Neben der Wassertemperatur spielen die Kontaktdauer mit dem Kohlefilter, der pH-Wert des Wassers und die Stärke der Verunreinigung eine Rolle. Auch unangenehme Gerüche und Geschmacksstoffe können mit den Aktivkohlefiltern im Wasserhahn entfernt werden.

 

Spezielle Aktivkohlefilter

Zusätzlich sind mittlerweile im Handel noch spezielle Aktivkohlefilter erhältlich. Diese können auch in viele handelsübliche Aufschraubkartuschen für den Wasserhahn eingesetzt werden. Das Besondere an ihnen ist, dass diese Filter entweder aus behandelter Kohle bestehen, beispielsweise katalytische Aktivkohle. Oder es werden noch zusätzliche Materialien hinzugefügt, um die Filtration zu verbessern. So können manche Aktivkohlefilter für den Wasserhahn folgende Stoffe absorbieren:

  • Chloramin
  • Blei und Zink
  • Kupfer
  • Mikroplastik
  • Schwermetalle wie Quecksilber
  • Nitrate
  • Arsen und Asbest
  • Ungelöste Kalkbröckchen
  • Fluorid
  • Mikrobielle Zysten wie Giardien und Cryptosporidium

Durch das Einarbeiten von Ionenaustausch– und/ oder Ultrafiltrationsschichten können zusätzliche Stoffe wie Kalzium (Kalk) und Bakterien und Viren gefiltert werden.

 

Wie gelangen Schadstoffe ins Trinkwasser?

Schadstoffe gelangen über die unterschiedlichsten Wege in Dein Trinkwasser. Beispielsweise über die Düngung der Felder mit Pflanzenschutzmitteln, über undichte Abwasserleitungen, über die Atmosphäre und den Niederschlag oder durch eine illegale Entsorgung belasteter Stoffe in Wald und Flur. Allgemein wird in diesem Zusammenhang zwischen diffusen Quellen und Punktquellen unterschieden. Indirekte Schadstoffeinträge in die Natur sind diffuse Quellen, beispielsweise Haushalte oder die Landwirtschaft. Dahingegen gehören Industrieanlagen zu Punktquellen, die immer und regelmäßig Schadstoffe in die Umwelt tragen. Der gängigste Weg der Trinkwasserverschmutzung ist die Eintragung über das Abwasser und den Niederschlag.

 

Welche Vorteile bringt ein Aktivkohlefilter im Wasserhahn?

  • Schwebstoffe, Schadstoffe, Pestizide, Mikroplastik, Medikamentenrückstände, Schwermetalle, Chlor und andere Verunreinigungen werden aus dem Wasser gefiltert.
  • Aktivkohlefilter sind überall erhältlich und mit keinen großen Umbaumaßnahmen oder Anschaffungskosten verbunden.
  • Hinter diesen Filtern steckt keine strombetriebene Anlage. Das heißt, nicht nur Deine Gesundheit profitiert, sondern auch Dein Geldbeutel.
  • Reparaturkosten von Haushaltsgeräten, die durch Kalkablagerungen beschädigt werden, werden reduziert.
  • Durch Aktivkohle gefiltertes Wasser ist gut für alle Hauttypen verträglich.
  • Durch das weiche Wasser senkt sich der Bedarf an Seifen, Shampoos und Reinigungsmittel deutlich.

 

Wie werden Aktivkohlefilter im Wasserhahn verwendet?

Für den Privathaushalt gibt es Aktivkohlefilter, die direkt in den Wasserhahn eingeschraubt werden können. Entweder sind dies kleine Kartuschen, die zwischen Wasserhahn und Perlator eingeschraubt werden. Oder es handelt sich dabei um Auftischsysteme.

 

Müssen die Filter gereinigt werden?

Die Absorptionsfähigkeit von Aktivkohle ist leider nicht unendlich. Je nach Wasserqualität, diese erfährst Du bei Deinem zuständigen Wasserwirtschaftsamt, und dem Wasserverbrauch beläuft sich die Lebensqualität der Kohlefilter auf 3 bis 6 Monate. Spätestens wenn die Poren des verbauten Aktivkohlefilters in Deinem Wasserhahn gut sichtbar verschlossen/ verstopft sind, muss der Filter erneuert werden. Geschieht dies nicht, besteht die Gefahr einer Rückverkeimung. Eine Reinigung der Filter ist nicht möglich. Sobald die Poren verstopft sind, ist ihre Lebenszeit vorüber und Du kannst sie nur noch entsorgen.

 

Wie werden Aktivkohlefilter entsorgt?

Die entscheidende Frage, die sich bei der Entsorgung von Aktivkohlefiltern stellt, ist: Gehört ein Aktivkohlefilter aus dem Wasserhahn in den Restmüll, Biomüll oder Sondermüll?

Eines ist sicher: Es handelt sich nicht um Biomüll. Doch sollten die Filter nun, wegen der Ansammlung möglicher Schadstoffe aus dem Wasser nicht besser im Sondermüll entsorgt werden? Nun, für gewöhnlich sind die Filter, die Du in Deinem Wasserhahn verbaut hast, unproblematisch und können getrost in den Restmüll geworfen werden.

 

Aktivkohlefilter aus Kokosnussfasern

Mit dem Kauf dieses Aktivkohlefilters erhältst Du einen einfach einzusetzenden Filter für Deinen Wasserhahn, der aus reiner Kokosfaser besteht. Neben Rost und Sand filtert dieser auch zuverlässig unangenehme Gerüche und schlechten Geschmack. Ein besonderes Plus ist die Fähigkeit, auch Mikroplastikrückstände aus dem Wasser zu entfernen.

 

Aktivkohlefilter inklusive Gehäuse und Kartusche

Alb Wasserhahnfilter Duo – Hahn auf für reines Wasser

Beim Kauf dieses Filters erhältst Du zusätzlich das passende Filtergehäuse für eine einfache Montage im Wasserhahn. Das Gehäuse besteht aus einer lebensmittelechten Legierung. Dieser Aktivkohlefilter ist laut Hersteller für bis zu 50 °C warmes Wasser geeignet. Der Innenanschluss der Kartusche beträgt M22 x 1 Innengewinde. Der enthaltene Filter absorbiert Schwermetalle, Chlor, Sedimente und sonstige Kleinstpartikel wie Makro- und Mikroplastik aus Deinem Trinkwasser.

 

Aktivkohlefilter mit Haltbarkeitsanzeige

Dieser Aktivkohlefilter für den Wasserhahn ist ein wahres Multitalent. Nicht nur, dass er Chlor, Blei, Kupfer und Mikroplastik entfernt. Auch 99,9 % der im Wasser möglichen Bakterien bleiben an ihm haften. Doch das Besondere ist das mitgelieferte Gehäuse mit einem LCD-Display, dass Dir genau die noch verfügbare Aufnahmekapazität der Schadstoffe anzeigt. Allgemein ist der Filter für 600 Liter reines Leitungswasser konzipiert. Die Menge kann natürlich, je nach Wasserbeschaffenheit, schwanken. Im Lieferumfang enthalten sind: ein Aktivkohlefilter mit Filterkartusche und Anschlussadaptern.

 

Auftisch-Aktivkohlefilter zum Anschluss am Wasserhahn

Mit einem praktischen Umlenkventil wird der Auftischfilter direkt an den Wasserhahn angeschlossen. Er eignet sich für die Filtration von Wasser im Bad und der Küche. Jedoch weist der Hersteller ausdrücklich darauf hin, dass diese nur im Kaltwasser eingebaut oder nur mit Kaltwasser betrieben werden kann. Die Aktivkohle-Patrone ist austauschbar. Der Hersteller empfiehlt einen regelmäßigen Wechsel nach 6 Monaten. Dieser kann je nach Belastung des Wassers aber auch eher erforderlich sein. Die Durchflussmenge liegt bei 2 Litern pro Minute.

 

Aktivkohlefilter für 3 Monate lang sauberes Leitungswasser

Beim Kauf dieses Filters solltest Du bedenken, dass dieser nur bei kleinen, ungelösten Stoffen funktioniert. Nicht aber bei Kalk. Zudem betont der Hersteller explizit, dass die aufschraubbaren Kartuschen nur für bestimmte Wasserhahntypen genutzt werden können: 15/16 ”Außengewinde oder 55/64” Innengewinde; 13/16 ”Außengewinde oder 3/4” Innengewinde. Auch ist der Einsatz bei ausziehbaren Handbrausen oder Armaturen mit Sensor nicht möglich.

 

Aktivkohlefilter im Wasserhahn – ein sinnvoller Einsatz

Was für den Einsatz der Aktivkohlefilter im Trinkwasser spricht, ist die große Schadstoffpalette, die diese Filter absorbieren. Solltest Du sie aber für den Erhalt von reinem Wasser, wie aus einer Osmoseanlage, einsetzen wollen, dann musst du bedenken, dass Kalk nicht herausgefiltert wird. Daher entsteht hier kein Reinwasser im klassischen Sinn, wie aus einer Osmoseanlage. Auch sollte der Punkt Hygiene nicht vernachlässigt werden. Nur bei einer wirklich verantwortungsbewussten Handhabung und einem regelmäßigen Austausch kannst Du die Gefahr einer Rückverkeimung verhindern.


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