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Wasserfilteranlage: Jederzeit sauberes Trinkwasser

Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Arten von Wasserfilteranlagen. Einige sehen aus wie eine Kanne, andere wiederum bestehen aus mehreren Behältern und Schläuchen. Doch wie funktionieren sie? Wo liegen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Wasserfilteranlagen? Welche Gründe sprechen für eine Filterung des Leitungswassers? Ein Überblick.

 

Wasserfilteranlage oder nicht: Warum Wasser filtern?

Unser Leitungswasser werden hohe Ansprüche gestellt. Welche das sind, wird in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) geregelt. Sie definiert konkrete Grenzwerte für bestimmte Stoffe. In den meisten Regionen Deutschlands kann das Wasser aus dem Hahn bedenkenlos getrunken werden.
Doch wirklich rein ist das Leitungswasser nicht, denn die Trinkwasserverordnung erfasst längst nicht alle Substanzen, die als bedenklich gelten. Neben Kalk kann das Trinkwasser Nitrate, Phosphate, Chlor, Medikamentenrückstände und sogar Schwermetalle enthalten. Mit einer Wasserfilteranlage lassen sich unerwünschte Substanzen zurückhalten.

 

Arten von Wasserfilteranlagen

Die Filterleistung einer Wasserfilteranlage hängt von der Filtermethode ab. Sie sollte je nach Stoff, den man herausfiltern möchte, gewählt werden. Für den Heimgebrauch sind vor allem fünf Verfahren bzw. Systeme relevant: Aktivkohlefilter, Ionentauscher, Destillation, Sedimentfilter und Osmoseanlagen.

 

Wasserfilteranlagen mit Aktivkohlefilter

Aktivkohlefilter kommen ganz ohne Strom und Chemie aus. Bei Aktivkohle handelt es sich um eine spezielle Kohleart, der während der Herstellung Gase zugesetzt werden. Dadurch bilden sich viele kleine Poren. Aktivkohlefilter halten vor allem große, ungeladene, organische Stoffe zurück – etwa chlorierte Kohlenwasserstoffe, Pflanzenschutzmittel oder Medikamente. Schwermetalle. Nitrate oder Kalk lassen sich damit aber nicht herausfiltern.
Ein weiterer Nachteil: Die Substanzen, die sich im Laufe der Zeit im Aktivkohlefilter anlagern, können durchbrechen und in konzentrierter Form ins Trinkwasser gelangen. Zudem bilden die Ablagerungen einen idealen Nährboden für Mikroorganismen. Auch Modelle, die keimtötendes Silber enthalten, bieten keinen dauerhaften Schutz, da das Silber nach und nach ausgewaschen wird. Vor allem, wenn die Geräte länger nicht betrieben werden oder das Wasser im Behälter steht, können sich Keime vermehren. Die Filterelemente der Wasserfilteranlage sollten daher regelmäßig gewechselt werden.

 

Ionentauscher

Mit Ionentauschern lassen sich gezielt einzelne Stoffe aus dem Wasser herausfiltern. Sie entziehen dem Wasser anorganische, geladene Teilchen (Ionen) und tauschen sie gegen andere aus. So lassen sich beispielsweise bei sehr hartem Wasser Magnesium- und Calcium-Ionen gegen Natrium-Ionen ersetzen, wodurch es weicher wird. Auch Blei und Nitrat können auf diese Weise herausgefiltert werden.
Wie beim Aktivkohlefilter können die zurückgehaltenen Ionen jedoch plötzlich in das Wasser durchbrechen, wenn der Filter voll ist. Das geschieht oft unbemerkt. Zudem besteht auch hier die Gefahr der Keimbildung.

 

Destilliergeräte

Destilliergeräte erhitzen das Wasser auf 100 °C, sodass es verdampft. An einer kühleren Brücke kondensiert der Wasserdampf und tropft dann in einen Auffangbehälter. Schadstoffe und Mineralien bleiben zurück. Die Filterwirkung ist hoch, jedoch verbrauchen die Geräte sehr viel Energie. Zudem müssen sie nach jeder Nutzung gründlich gereinigt werden.

 

Sediment- bzw. Mikrofilter

Sedimente sind Partikel, die mit dem Wasser transportiert werden und sich am Boden als Schicht absetzen. Dazu zählen Rostflocken, Sandkörner, Lehm oder auch organische Substanzen. Ein Mikrofilter ist mit einer feinporigen Membran ausgestattet, die wie ein feines Sieb die Partikel auffängt. Chemikalien und Schwermetalle lassen sich damit nicht herausfiltern.

 

Osmoseanlage

In einer Osmoseanlage wird das Wasser mittels einer elektrischen Pumpe durch eine halbdurchlässige Membran gepresst. Die Poren der Membran sind so fein, dass sie nur sehr kleine Moleküle – etwa Wassermoleküle – passieren können. Größere Stoffe wie Nitrate, Phosphate, Chlor, Schwermetalle, Mineralien und auch Medikamentenrückstände werden zuverlässig zurückgehalten. So entsteht hochreines Wasser, das sich vielseitig im Haushalt verwenden lässt.
Osmoseanlagen verbrauchen vergleichsweise viel Wasser: Auf 1 l Osmosewasser entstehen etwa 2 l Restwasser. Wer das Wasser nicht ungenutzt durch den Abfluss fließen lassen möchte, kann es auch auffangen und beispielsweise für die Toilettenspülung oder zum Pflanzengießen verwenden.

 

Wasserfilteranlage

Wasserfilteranlagen für zuhause und unterwegs

Wer sich eine Wasserfilteranlage für den Haushalt zulegen möchte, hat die Qual der Wahl: Je nach der Wassermenge, die gefiltert werden soll, gibt es kompakte Geräte, die neben dem Wasserhahn aufgestellt werden oder größere Wasserfilteranlagen, die unter der Spüle installiert werden. Auch für den mobilen Einsatz, etwa für das Wohnmobil oder zum Campen, hat der Handel entsprechende Modelle parat.

 

Wasserfilteranlagen für Trinkwasser: Kannenfilter

Wenn du dein Trinkwasser einfach nur von Kalk und Chlor befreien möchtest, sind Kannenfilter eine praktische Lösung. Sie verbessern nicht nur den Geschmack, sondern auch den Geruch von Leitungswasser. Kannenfilter werden sowohl aus Plastik als auch aus Glas hergestellt. Sie arbeiten meist mit einem Ionentauscher oder mit einem Aktivkohlefilter. In der Anschaffung sind sie vergleichsweise günstig. Zudem lassen sie sich immer und überall einsetzen. Allerdings verbleiben Schadstoffe wie Pestizide, Nitrate und Schwermetalle im Wasser. Die Filterkartuschen müssen regelmäßig gewechselt werden, da sich sonst Keime bilden können.

 

Wasserfilteranlagen auf Reisen

Wer oft mit dem Wohnmobil oder mit dem Zelt unterwegs ist, wird das Problem kennen: Nicht immer ist ein Leitungswasseranschluss vorhanden und wenn doch, muss man mit einer mangelnden Qualität rechnen. Gerade in den südlichen Ländern ist das Leitungswasser oft mit Chlor versetzt.

 

Wasserfilteranlagen für das Wohnmobil

Wohnmobilbesitzer haben zwei Möglichkeiten, um an sauberes Trinkwasser zu gelangen: Entweder sie filtern das Wasser an der Entnahmestelle oder sie installieren einen innen liegenden Filter.

Filterung direkt an der Wasserquelle
Vorteile:

  • Tank bleibt sauber und muss selten gereinigt werden
  • Kein Umbau notwendig
  • Filter lässt sich je nach Verschmutzungsgrad des Wassers anpassen

Nachteile:

  • Filter muss immer wieder an- und abgebaut werden
  • Wasserdruck muss hoch genug sein, ansonsten wird eine Pumpe benötigt

Manche Wasserquellen besitzen kein Wasserhahn-Gewinde. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du zusätzlich ein Adapter-Set für die Wasserleitung einpackst.

 

Fest verbaute Wasserfilteranlage
Vorteile:

  • kein ständiges An- und Abmontieren
  • keine Abhängigkeit vom Wasserdruck

Nachteile:

  • Tank muss öfter gereinigt werden
  • aufwendiger Einbau

 

Wasserfilteranlagen für Camper

Für Camper gibt es heute kleine und handliche Wasserfilter, die problemlos im Rucksack verstaut werden können. Die kompakten Modelle punkten mit einer guten Leistung: Sie entfernen bis zu 99 Prozent der Keime, Pestizide und Partikel. Meist arbeiten sie mit Hohlfaserfilterelementen aus Keramik, Aktivkohle Glasfaser, Kunststoff oder einer Kombination aus verschiedenen Materialien.

Wasserfilteranlagen für Camping und Trekking, oft auch als Reisefilter bezeichnet, eigenen sich meist nur zur Bereitung des Trinkwassers. Für die Körperpflege reicht die Menge nicht aus. Zudem sollten sie regelmäßig gereinigt werden, da es sonst zur plötzlichen Freisetzung der Keime und Schadstoffe kommen kann.

 

Wasserfilteranlagen für Brunnenwasser

Hausbrunnen werden entweder durch Grundwasser oder eine Quelle gespeist. Mittels einer Pumpe wird das Wasser dann ins Haus befördert. Je nach Lage kann das Brunnenwasser mit Düngemittel oder mit Bakterien belastet sein. Aber auch ein erhöhter Gehalt von Eisen oder Mangan ist möglich.

Wenn du das Brunnenwasser trinken möchtest, dann muss es Trinkwasserqualität besitzen. Regelmäßige Untersuchungen sind obligatorisch! Besitzt das Wasser keine Trinkwasserqualität kann es mit Wasserfilteranlagen entsprechend aufbereitet werden. Aber auch, wenn du das Brunnenwasser für die Toilettenspülung, die Waschmaschine oder den Geschirrspüler verwenden möchtest, kann eine Filterung sinnvoll sein.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten zur Filterung des Brunnenwassers:

  • Filter gegen grobe Sedimente
  • Filter gegen Eisen und Mangan
  • komplexe Wasserfilteranlagen für Trinkwasserqualität

 

Bevor du dich für ein bestimmtes System entscheidest, solltest du eine professionelle Wasseranalyse durchführen lassen.

 

Wasserfilteranlagen für das Haus

Damit im ganzen Haus gefiltertes Wasser aus der Leitung kommt, benötigst du einen Hauswasserfilter. Dieser wird direkt hinter der Hauseingangsleitung nach der Wasseruhr eingesetzt. Bei Kunststoffrohren wird der Einbau vom Gesetzgeber empfohlen, bei Rohren aus Metall ist er sogar zwingend vorgeschrieben.

Der Hauswasserfilter ist in der Lage, innerhalb kürzester Zeit sehr große Wassermengen zu filtern. Dabei hält er vor allem Sedimente und grobe Partikel zurück. Mit zusätzlichen Filtern, etwa auf der Basis von Aktivkohle, kannst du die Filterleistung erhöhen.

 

Wasserfilteranlagen für die Küche

Möchtest du nur das Wasser filtern, dass du zum Trinken und Kochen verwendest, dann empfehlen sich spezielle Trinkwasserfilter, für die Küche. Es gibt dabei Wasserfilteranlagen, die direkt neben dem Wasserhahn installiert werden, sogenannte Auftisch-Wasserfilteranlagen, und Untertisch-Wasserfilteranlagen, die sich unter der Spüle befinden.

 

Welche Wasserfilteranlage?

Für welche Wasserfilteranlage du dich entscheidest, hängt vor allem davon ab, mit welchem Zweck du das Wasser filtern möchtest.

 

Auftisch-Wasserfilteranlagen

Eine sehr einfache Art und Weise, das Trinkwasser zu filtern, sind Auftisch-Wasserfilteranlagen bzw. Wasserfilteranlagen für den Wasserhahn. Sie werden über einen Schlauch direkt an den Wasserhahn angeschlossen. Du musst nur den kleinen Hebel betätigen, schon fließt sauberes Wasser aus einem zweiten Wasserhahn.

 

Untertisch-Wasserfilteranlagen

Wer nicht soviel Platz auf der Arbeitsplatte hat oder eine dezentere Lösung bevorzugt, für den sind Untertischsysteme die bessere Wahl. Die Wasserfilteranlage wird dabei dezent unter der Spüle eingebaut. Es gibt drei verschiedene Varianten:

  • Wasserfilteranlagen mit zusätzlichem Wasserhahn
  • Wasserfilteranlagen mit 3-Wege-Armatur
  • Verwendung der vorhandenen Armatur

 

Wasserfilteranlage mit Kohlensäure

Es gibt auch Wasserfilteranlagen, die auf Knopfdruck frisches und sauberes Sprudelwasser liefern. Meist handelt es sich dabei um Durchlaufwassersprudler, bei denen das Wasser nach dem Filtern über eine CO2-Kartusche mit Kohlensäure versetzt wird. Verschiedene Stufen sorgen dafür, dass du immer den richtigen Sprudelgrad erhältst.
Relativ neu auf dem Markt sind Umkehrosmose-Trinkwassersysteme mit 5-Wege-Wasserhahn. Über ihn lassen sich fünf verschiedene Sorten von Wasser zapfen: kaltes und heißes Leitungswasser sowie stilles, gekühltes und gesprudeltes Osmosewasser.

Wenn du etwas mehr Platz zur Verfügung hast, kannst du dich auch für einen Trinkwasserspender entscheiden. Dabei handelt es sich um spezielle Schankanlagen mit Zapfhahn und integrierter Pumpe, die den Leitungsdruck unterstützt.

 

Wasserfilteranlage einbauen

Während Hauswasserfilter vom Profi installiert werden müssen, kannst du Wasserfilteranlagen für die Küche auch leicht in Eigenleistung einbauen. Besonders leicht ist die Montage von Auftisch-Wasserfilteranlagen: Hier muss einfach nur der Schlauch auf den Wasserhahn aufgesteckt werden.

Etwas aufwendiger, aber durchaus auch für Laien umsetzbar, ist der Einbau eines Untertischsystems. Wenn du einen zweiten oder einen 3-Wege-Hahn nutzt, werden die Leitungen von Nutz- und Trinkwasser getrennt. Bei ersterer Variante ist zudem eine Extrabohrung an der Spüle oder in der Arbeitsplatte notwendig. Wenn du deine vorhandene Armatur behalten möchtest, wird die Wasserfilteranlage direkt in die Kaltwasserleitung installiert.

 

Was kostet eine Wasserfilteranlage?

Ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen eine Wasserfilteranlage sind die Kosten. Neben den Anschaffungskosten solltest du auch die Kosten für die Montage sowie die Betriebskosten als laufende Kosten beachten. Bei Aktivkohlefiltern müssen regelmäßig die Kartuschen gewechselt werden, Osmoseanlagen mit Pumpe benötigen wie Destilliergeräte Strom zur Filterung. Hinzu kommen die Kosten für das Spülwasser.

Anschaffungs-kosten: 40–60 € Betriebskosten: Kartusche ca. 20 €
Anschaffungs-kosten: 100–300 € Betriebskosten: Filter 40–80 €
Anschaffungs-kosten: 250 –1000 € Betriebskosten: Strom und Desinfektions-mittel
Anschaffungs-kosten: 200 – 5000 € Betriebskosten: Filter und Membran, Strom, Spülwasser
Anschaffungs-kosten: 500–1.500 € Betriebskosten: Filter, Strom, Desinfektions-mittel

 

Fazit: Was ist die beste Wasserfilteranlage?

Welche Osmoseanlage für dich die richtige ist, hängt vor allem davon ab, welche Stoffe du zurückhalten möchtest. Die beste Filterleistung erzielen Destilliergeräte und Osmoseanlagen. Sie filtern nicht nur Kalk und grobe Partikel, sondern auch Nitrate, Schwermetalle und Medikamentenrückstände zuverlässig aus dem Wasser. Dabei haben Osmoseanlagen zwei entscheidende Vorteile: Sie sind nicht nur schneller sondern auch günstiger im Betrieb.


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